Globalisierung: Europäische Herausforderung oder Europäisches Schicksal?

24. Oktober 2006

"Cohn-Bendit trifft..." vom 24. Oktober 2006

Die EU zählt zu den Gewinnern der Globalisierung. Das stand für europäische Politiker und Wirtschaftsbosse lange Zeit außer Frage. Angesichts eines neuen Strategiepapiers zur Wettbewerbsfähigkeit der EU, das kürzlich von der Europäische Kommission vorgelegt wurde, gerät dieses Selbstverständnis jedoch ins Wanken. Wie Europa auf die neue Konkurrenz, insbesondere durch asiatische Wirtschaftsmächte, reagieren kann, diskutiert Dany Cohn-Bendit in seiner nächsten Sendung mit seinen Gästen aus der Wirtschaft, Politik und Journalismus.


Die wirtschaftliche Globalisierung produziert Gewinner und Verlierer. Bislang war es das Selbstverständnis der europäischen Wirtschaftslenker und Politiker, dass die EU auf jeden Fall zu den Gewinnern zählt.

Doch das wird jetzt in Frage gestellt, und zwar nicht nur, wie gewohnt, von Gewerkschaften, Arbeitslosen und den sozialen Globalisierungsverlierern in Europa, sondern in Regierungskreisen des Exportweltmeisters Deutschland und der europaeischen Vereinigung der Klein- und Mittelstaendischen Unternehmer.

Anlass ist das Anfang dieses Monats von der Europäischen Kommission vorgelegte Strategiepapier zur Globalen Wettbewerbsäehigkeit der EU, dessen Kernaussage ist, dass wir auf allen Ebenen mit China und den anderen asiatischen Wirtschaftsmächten konkurrieren müssen, wenn wir wirtschaftlich in der Welt bestehen wollen. Das soll auch beinhalten, den großen transnationalen Multis europäischer Provenienz mehr Mitgestaltungsrechte in der europäischen Sozial- und Umweltgesetzgebung zu verschaffen und entsprechende Regulierungen mit den europäischen Handelspartnern in Asien abzustimmen.

Der von der Kommission empfohlene völlige Abbau aller noch verbliebenen Handelshemnisse trifft auf Widerstand. In Deutschland macht der "Spiegel" Stimmung, gegen die asiatischen Herausforderer in den Wirtschaftskrieg zu ziehen. Kanzlerin Merkel empfiehlt einen transatlantischen Markt als Bollwerk gegen Asien. Und der europaeische Verband der Mittelständler, beklagt, dass nur noch die Stimme der grossen Multis zählt.

Wie kann Europa unter diesen Umständen agieren?

Zählt Europa zu den Gewinnern oder Verlierern?

Was bedeutet die Globalisierung für Europa in den nächsten Jahren?

Über diese Fragen und mehr diskutiert Dany Cohn-Bendit mit seinen Gästen aus der Wirtschaft, Politik und Journalismus in seiner nächsten Sendung.


Gäste:

 

Alexander Graf Lambsdorff

Europa Abgeordneter - FDP

 

Hans-Werner Müller

Europäische Union des Handwerks und der

Klein - und Mittelbetriebe (UEAPME)

 

Markus C. Müller

Bundesverband Junger Unternehmer (BJU)

ubitexx GmbH

 

Rainer Falk

Informationsbrief Weltwirtschaft und Entwicklung

 

Rolph van der Hoeven

Internationales Arbeitsamt (IAA)

 


Sendetermine:

Sonntag, 30.10.06, um 21:15 Uhr

Mittwoch, 01.11.06 um 23:00 Uhr

Sonntag, 05.11.06 um 9:00 Uhr


Mehr Infos zum Sender finden sie unter www.terra-nova.de