Unsoziale Sozialpolitik, Multi-Kulti, die Schwächen und Stärken von Rot-Grün, die (verpassten) Möglichkeiten der Großen Koalition, die Zukunft von Schwarz-Grün und vieles mehr beleuchtet Daniel Cohn-Bendit im Gespräch mit seinem "Lieblingschristdemokraten" Heiner Geißler.
Genau dort wo man meinen möchte, grüne und schwarze Politik klafften Meilen weit auseinander, sieht Heiner Geissler die Schnittstelle: In der Ausländerpolitik. "Deutschland ist ein Einwanderungsland und muss als solches akzeptiert werden". Und nicht nur in diesem Punkt war Heiner Geissler vielen seiner Parteikollegen voraus. Auch die Absurdheit des deutschen Asylrechts erkannte er schon früh und kritisierte die jedem gesunden Menschenverstand widersprechende Bleiberechtsregelungen, die beispielsweise Verfolgung und Beschneidung von Frauen nicht als Asylgrund anerkennen. Denn die von national konservativen Werten geprägte CDU ist für Heiner Geißler in allererster Linie eine Menschenrechtspartei.
Für seine Qualitäten als visionärer strategischer Reformer findet Heiner Geissler allerseits Anerkennung und Lob. Wäre er heute noch einmal Gesundheits- und Sozialminister würde sich mit Sicherheit einiges ändern. Auf jeden Fall hätte das Zerren und Zurren an der Gesundheitsreform ein Ende. Sein Vorschlag: "Alle zahlen von Allem für Alle". Eine finanzielle Grundversorgung nach dem Schweizer Modell. Im Klartext heißt das, weg von der Kopfpauschale, hin zur Bürgerversicherung. Da fragt sich so mancher: Ist das nun schwarze Politik? Oder rote? Oder gar grüne?
Eins steht fest: Als unbequemer Querdenker und harter Kritiker der rot-grünen Sozialpolitik hat Heiner Geißler nie ein Blatt vor den Mund genommen. Und doch hat er es geschafft bei den Grünen zu einem der beliebtesten CDU-Politiker zu werden!
Unser Gast: Heiner Geißler
http://www.heiner-geissler.de/
Sendezeiten:
Montag, 25.12.2006, 21:15 Uhr
Mittwoch, 27.12.2006, 23:15 Uhr
Sonntag, 31.12.2006, 9:00 Uhr
Mehr Infos zum Sender finden sie unter www.terra-nova.de