Der Preis unserer Freiheit

09. Juni 2007

Rede von Dany Cohn-Bendit am Deutschen Evangelischen Kirchentag in Köln

Wieso komme ich zu dieser Ehre, beim Kirchentag eingeladen zu sein? Brauchen Sie einen Satan und einen Belzebub oder einen Teufel? Denn als ein fest auf dem Boden unserer Heimat stehender Atheist habe ich mich immer gefragt: Was kann ich dem zufügen?
Auch beim Begriff Heimat bin ich kein bewährter Adressat. Also, ich habe gesagt, meine Heimat ist da, wo ich verliebt bin. Das war das Schnellste, Kürzeste, und man wird mir sagen: „Na ja, du suchst Geborgenheit." Ob Beziehungen immer Geborgenheit bedeuten, darüber lässt sich streiten. Es ist auch eine anstrengend-lebendige und ganz spannende Herausforderung.
Dann habe ich mich erinnert: Es gibt zwei Ansätze, darüber nachzudenken, weil mit Heimat auch Identität zusammenhängt. Also: Welche Identität habe ich?

Tödliche Identität
Amin Maalouf, das ist ein französisch-libanesischer, libanesisch-französischer Schriftsteller, schreibt in seinem Buch über die tödliche Identität. Er sagt: Wenn er nach Frankreich oder in den Libanon kommt, in diesem Fall nach Frankreich, fragen ihn die Freunde: „Ja, was bist du denn? Bist du Libanese oder Franzose?" Und dann sagt er: „Ich bin beides." Dann sagen sie ihm immer: „Ja, aber im Tiefen deines Herzens, wenn du Probleme hast, bist du Libanese oder Franzose?" Er sagt: „Ich kann das nicht sagen. Ich bin beides." Und es geht immer so weiter, und dann stellt er fest, es gibt Menschen, die nicht verstehen wollen, dass man sich nicht reduzieren lassen will auf eine Identität, das heißt, auf eine Heimat. Es gibt Menschen, die eine Heimat brauchen. Aber es gibt auch Menschen, die auf Grund geschichtlicher Entwicklung, persönlicher Entwicklung viele unterschiedliche Identitäten haben.
Und dann habe ich vor Kurzem das wunderbare Buch „Die Identitätsfalle. Warum es keinen Krieg der Kulturen gibt" des Inders Amartya Sen, Nobelpreisträger für Ökonomie und Präsident der Universität Oxford, das gerade auch ins Deutsche übersetzt worden ist, gelesen. Er erzählt am Anfang seines Buches über die Identitäten. Er kommt am Flughafen in Heathrow an, und dann muss er, weil er Inder ist, einen Einwanderungsbogen ausfüllen und wird gefragt, wo er wohnt. Und er schreibt: Residenz des Präsidenten der Universität Oxford. Dann gibt er den Zettel dem Grenzbeamten am Flughafen Heathrow, und dieser liest das und sagt: „Sind Sie mit dem Präsidenten der Universität Oxford befreundet, weil Sie bei ihm wohnen?"
Und dann erzählt Amartya Sen: Ich musste eine Minute nachdenken. Bin ich mit mir selbst befreundet? Er beschließt: Ja, ich finde mich nett, und ich bin mit mir selbst befreundet. Also sagt er nach einer Minute zu dem Grenzbeamten: „Ja, ich bin mit ihm befreundet." Da guckt ihn der Grenzbeamte an und sagt: „Sie haben aber eine Minute nachgedacht. Stimmt da etwas nicht?" Und er brauchte ungefähr zehn Minuten, um ihm klarzumachen, dass er eben dieser Präsident sei, was dazu führte, dass eine halbe Stunde überprüft wurde, ob seine Identität richtig ist. Und dann fragte er sich: Wo ist meine Heimat? Es war ihm nicht so klar.

Ausbrüche von Zugehörigkeit
Damit wollte ich nur sagen: Ich glaube ganz ernsthaft, dass wir nicht nur eine Identität haben, und ich glaube ganz ernsthaft, dass wir nicht nur eine Heimat haben. Das bedeutet nicht, dass wir keine Heimat haben. Das bedeutet nicht, dass wir keine Identität haben. Sondern der eine ist Mann, die andere ist Frau. Dann sind die einen religiös, katholisch, evangelisch, die anderen Atheisten. Dann sind die Einen hetero, die Zweiten schwul, die Dritten beides, Andere gar nichts. Das sind alles prägende Identitäten. Und wenn man weiterdenkt, ist der Eine beheimatet in einem Dorf, der Andere in einer Stadt, beziehungsweise fühlt sich wohl weder im Dorf noch in der Stadt und so weiter und so weiter. Und wenn Sie alle einfach nachdenken, wann haben Sie heimatliche Gefühle gehabt? Die Männer würden sagen: „Ich habe das letzte Mal heimatliche Gefühle gehabt, als Eintracht Frankfurt nicht abstieg." Das erscheint lächerlich, gerade in Köln sollte ich darüber nicht reden. Aber wenn man diese Menschen oder diese Bilder im Fernsehen sieht, wo Leute weinen, weil ihre Mannschaft verloren oder gewonnen hat, das sind Ausbrüche von Zugehörigkeit, Heimatgefühle, Identitätsgefühle, die man so im hochdefinitorischen Gebilde nicht einfach übernehmen möchte.
Deswegen will ich erst einmal anknüpfen an die Frage der Multikulturalität, weil das für mich interessant ist. Interessant, weil Multikulturalität heutzutage nur auf die Frage der Einwanderung hin definiert wird. Dabei haben wir ja die Debatte über die Leitkultur.

Helden oder Heino?
Was ist die deutsche Leitkultur? Vier Freunde, Wir sind Helden oder Heino? Was ist das? Das ist deutsche Leitkultur. Und jetzt Fatih Akin, der Filmer. Ist es deutsche Leitkultur, ist es türkische Leitkultur, oder was auch immer? Das heißt, ich glaube, man tut sich leicht mit Begriffen, schwer aber dann mit der Erkundigung dieser Begriffe. Was bedeuten sie eigentlich? Und es ist wahr: Multikulturalität hat nie bedeutet, dass es keinen gemeinsamen Versuch geben muss oder keine Gemeinsamkeit geben wird, dass alles beliebig sei. Das hat es nie bedeutet. Das hat nur bedeutet, dass sich etwas verändert in unserer Gesellschaft. Dass plötzlich die Zusammensetzung der Menschen da, wo wir wohnen, sich verändert hat. Und wenn gewisse Heimatvertriebene oder Heimatduseleien 30 Jahre lang in dieser Gesellschaft behauptet haben: Wir sind keine Einwanderungsgesellschaft, dann haben sie die Realität ihrer Heimat geleugnet, die sich verändert hat. Das war das Problem. Das war das grundsätzliche politische Problem, was dahinter steckt. Wie man diese multikulturelle neue Gesellschaft dann gestaltet, strukturiert, darüber lässt sich streiten. Und an alle, die nach allen Seiten so selbstsicher sind in dieser Definition, die möchte ich erinnern an einen großen Mann: Benjamin Franklin. Das war kein Dummkopf. Der hat den Blitzableiter erfunden. Dieser Mann hat sich die Einwanderungswellen in Amerika angesehen. Eine dieser großen Einwanderungswellen in der Nähe von Philadelphia waren Deutsche.

Von der Kirche ins Bierzelt
Diese Deutschen waren Pfälzer. Die pfälzischen Bauern waren Katholiken. Die meisten Einwanderer, die Amerika in Anspruch genommen haben, waren Anglikaner oder, wenn man es nicht ganz gebildet sagt, Protestanten. Ich weiß, es ist ein wesentlicher Unterschied, aber es waren also Anglikaner. Die Anglikaner hatten eine feste Vorstellung vom Leben. Sechs Tage lang arbeitet man schwer. Und am siebten Tag, am Sonntag, geht man zur Kirche, und danach lebt man zurückgezogen in der Familie. Wer sich ein bisschen für Sport interessiert, weiß, wie schwer es war in England, ein Wimbledon-Spiel am Sonntag stattfinden zu lassen. Es hat lange gedauert, bis man akzeptiert hat, dass sich die Welt verändert. Die pfälzischen Bauern, Katholiken, überzeugte, gläubige Menschen, haben sechs Tage lang schwer gearbeitet, am siebten Tag gingen sie zur Kirche. Aber danach gingen sie in Weinzelte oder Bierzelte und ließen die Sau raus.
Das war für die Anglikaner unerträglich. Bierzelte, Weinzelte wurden angezündet. Es gab eine Revolte, und es wurde gesagt, sie erkennen unsere Kultur nicht an. Sie, das waren nicht die Muslime in Köln, nein, es waren die Katholiken in den Vereinigten Staaten. Daraufhin hat Benjamin Franklin, ich zitiere aus dem Kopf, einen Essay geschrieben über die Menschen. Er beklagt sich, dass es zu wenig weiße Menschen auf dieser Erde gibt. Und er beschreibt alle Menschen, die dunkelhäutig sind, die Indianer und die Schwarzen.

Weiße Dresdner, dunkle Deutsche
Aber dann sagt er: „Die Schweden, die Franzosen, die Italiener, die Deutschen, sind dunkle Menschen. Nur die Angelsachsen und die Dresdner sind weißer Herkunft und weiße Menschen. Ich wünsche mir, es gäbe ihrer mehr." Das schrieb er damals. Und das war ein grundlegender multikultureller Konflikt. Der Konflikt war, dass plötzlich die Menschen in einer Gesellschaft spürten, es kamen andere mit anderen Sitten, anderen Bräuchen, und die stellten die eigenen in Frage. Weder die Einen noch die Anderen wussten, wie gehen wir miteinander um, wie diskutieren wir, wie streiten wir, wie versuchen wir, den Anderen das zu erklären? Und wenn Sie das haben, dann haben Sie den Konflikt über die Moschee in Köln.
Ich habe den gleichen Konflikt in Frankfurt gehabt. In der lieblichen, alten Vorstadt von Frankfurt, Frankfurt-Höchst, wollte ein muslimischer Verein eine Moschee bauen. Ich war damals Dezernent für multikulturelle Angelegenheiten. Dieser Verein lebte schon über 20 Jahre in Frankfurt-Höchst. Die Mitglieder hatten auch eine Moschee. Am Rande, in einem Industriehof. Da hatten sie eine Moschee, und es hat nie Probleme gegeben. Jetzt haben sie Gebäude gekauft mitten in der Altstadt Höchst und wollten dort eine Moschee bauen. Es hat sich eine Bürgerinitiative gegründet, die mit den besten ökologischen Argumenten ankam, um gegenüber der rot-grünen Mehrheit in Frankfurt zu sagen, warum es dort keine Moschee geben sollte. Der Verkehr würde zunehmen, es würde laut und so weiter und so weiter. Deswegen müsste diese Moschee, wenn sie gebaut wird, am Rande der Stadt gebaut werden. Und dann haben wir eine Diskussion veranstaltet mit dieser Bürgerinitiative und mit den Muslimen.


Warum stört die Moschee?
Und was ist mir dabei klar geworden? Warum stört eine Moschee mitten in so einer Stadt oder Altstadt? Ja, wenn eine Moschee in eine Stadt gebaut wird, ist es ein Symbol, dass das ganze Gerede von Gastarbeitern verlogen ist. Es sind keine Gäste, sondern es sind Menschen, die hier bleiben und die hier auch bleiben werden. Und Symbol dieses Hierbleibens wird dann zum Beispiel für Muslime ihre Moschee sein. Wenn wir durch Deutschland fahren, durch Frankreich fahren, gibt es viele Menschen, die verzaubert sind von der Größe der Kirchen, der Tempel, der Synagogen, wo auch immer, wie groß Notre Dame, wie groß der Kölner Dom ist. Und plötzlich kommt eine große Moschee, und obwohl wir, wenn wir nach Istanbul fahren, fasziniert sind von der Größe der Hagia Sophia, von der Größe der Moscheen dort, sind wir es nicht bei uns.
Warum nicht bei uns? Aus einem Grund: Weil wir uns dann damit auseinandersetzen müssten, dass unser Land, Deutschland oder Frankreich, sich entscheidend verändert. Dabei sage ich nicht, es ist besser. Ich fand den Spruch von vielen Linken: „Liebe Ausländer, lasst uns nicht allein mit den Deutschen" falsch. Die Migranten sind nicht hierher gekommen, um uns Spaß zu machen, es sind nicht unsere Vergnügungssklaven, sondern es sind Menschen, die hier aus verschiedenen Gründen angekommen sind und unsere Heimat verändern.

Jeder will Geborgenheit
Sie verändern das, was wir Deutschland oder Frankreich oder England oder Belgien oder Holland nennen, und dies zu akzeptieren ist das Wesentliche. Die Veränderung. Deswegen bin ich sehr skeptisch, dass der Begriff „Heimat" uns weiterführt. Klar, jeder will Geborgenheit, aber dann sagen wir „Geborgenheit".
In der jetzigen Debatte, die es in Europa gibt, etwa über Schwule, habe ich mich immer gefragt: Warum ist das zum Kulturkampf geworden? Fahren Sie nach Warschau, fahren Sie nach Litauen, fahren Sie nach Moskau, es ist wirklich Aufruhr, nur weil Menschen in ihrer Heimat Polen einfach auf die Straße gehen und sagen: „Ich bin schwul." Nur deswegen gibt es plötzlich riesige Debatten. Und welche Debatten gibt es bei uns oder in Italien, modernen, aufgeklärten Gesellschaften, wenn Menschen sagen wollen: „Ja, wir sind Schwule oder Lesben, wir wollen heiraten."
Where is the problem? Wen stört das eigentlich? Warum muss eine Heimat ein Land sein, wo definiert worden ist, in welcher Form zwei Menschen zusammenleben wollen? Wo steht das geschrieben? Warum muss das sein? Und zu allen, die dann die Institution der Ehe verteidigen, sage ich ganz ehrlich: Angesichts der Aufopferung, der Kraft, die viele schwule Beziehungen angesichts von Aids an Fürsorge füreinander bringen, ist das ein Symbol der Stärke, des Miteinanders der Menschen, das man einfach akzeptieren, begrüßen muss. Es sollte nach vorne geschaut und nicht immer repressiv gesagt werden: „Ja, es ist wahr, dass ihr unheimlich gut miteinander umgeht, aber das hat mit der eigentlichen Größe, Schönheit, Wunderbarkeit der Ehe nichts zu tun." Das halte ich für skandalös! Und, ich sage das hier, weil ich glaube, dass das das Problem ist: Es gibt Menschen, die suchen Geborgenheit, aber Menschen, die ausgestoßen sind, die am Rande der Gesellschaft leben, wo finden die Geborgenheit? Ist die Geborgenheit, die ein Schwuler oder ein Ich-weiß-nicht-was unter Schwulen findet, weniger wert als die familiäre Geborgenheit oder die Dorfgeborgenheit, die man haben kann?

Heimat bei den Dissidenten
Das ist der Beweis für mich, dass wir eine vielfältige Palette von Identitäten haben. Und wir haben eine vielfältige Palette von Heimat. Ich habe auch nicht eine politische Heimat. Ich bin nicht einer, der sagt, meine politische Heimat sind die Grünen. Die Grünen, das ist eine freie Entscheidung für mich, dort politisch tätig zu sein. Aber als ich mich in den Achtzigerjahren unter Dissidenten befand, und zwar unter polnischen, russischen und Dissidenten aus der Deutschen Demokratischen Republik, hatte ich mehr politische Heimatgefühle als bei den Grünen, die prosowjetisch waren. Der Teil der Grünen, der prosowjetisch war, das war nicht meine politische Heimat. So kann ich viele Beispiele nennen, dass ich sehr oft mehr politische Heimatgefühle habe bei Menschen wie den Muslimen, die in Sarajevo gelitten haben unter der Bombardierung der Serben, als bei denen, die in Europa, in Deutschland immer abgelehnt haben, dass man diesen Menschen hilft. Und so gäbe es viele Beispiele, wo sich in unterschiedlichen Situationen unterschiedliche Geborgenheiten gefunden haben, die nicht eindeutig immer zurückzuführen sind auf einen Ort der Geborgenheit. Deswegen: Die Welt ist offen. Und natürlich macht uns die Globalisierung Angst. Deshalb suchen wir nicht Orte, sondern Momente von Geborgenheit.

Die Vernebelung des Gehirns
Das Schwere ist, dass wir die Freiheit haben, uns diese Orte der Geborgenheit auszusuchen. Genauso wie wir die Freiheit haben, in bestimmten Situationen Widerstand zu leisten. Genauso, wie wir die Freiheit haben, uns politisch zu betätigen oder nicht. Diese Freiheit haben wir auch in der Suche nach Momenten von Heimatgefühlen. Nur sind diese nicht immer identisch. Das Gefährliche dabei ist, wenn man diese Heimatbedürfnisse, Geborgenheitsbedürfnisse, reduziert auf einen Ort, einen Moment der Geborgenheit. Weil es in unserem Leben unterschiedlich ist, würde ich als gestandener Atheist akzeptieren, wenn Menschen in der Religion Geborgenheit suchen. Ich akzeptiere, wenn Menschen Geborgenheit suchen in ihrem kleinen Regionalverband. Aber ich akzeptiere nicht, wenn sich mit dieser Idee von Geborgenheit die Unfähigkeit zur Kritik gegenüber dem Ort, der Situation, die uns Geborgenheit bringt, verbindet. Die geht sehr oft damit einher, dass man so viel Heimatgefühl, Geborgenheitsbedürfnis hat, dass man nicht fähig ist, zu sehen, was etwa die Religionen im Moment in der Welt machen. Und zwar die Religionen, nicht eine, in der wir im Moment eine Zunahme von Intoleranz haben. Das ist nicht nur Bush, es ist die Hälfte der amerikanischen Gesellschaft, die in einer Welt lebt, wo das Intelligent Design, das Gott irgendwann neu geschaffen hat, auf dem Vormarsch ist und wo Wissenschaft wie Darwinismus auf dem Rückzug sind. Da sage ich: Unsere Denk-heimat ist in Gefahr, wenn wir das zulassen. Denn Heimat darf nicht Vernebelung des Hirns bedeuten.

Der Preis der Freiheit
Das darf nicht sein. Und deswegen fühle ich mich hier wohl. Das ist jetzt, um diese Zeit, 12:04 Uhr, meine politische Heimat. Da will ich mit euch diskutieren und morgen bei dem Verein der ausgebildeten Atheisten oder irgendwo. Wir müssen uns alle eins sagen: Die Gefahr, die darin besteht, etwas festzulegen, ist eine Gefahr der persönlichen politischen Trägheit. Wir müssen dazu stehen, das ist die Herausforderung an unsere Welt, das ist schwer, das gebe ich zu. Das ist manchmal enttäuschend, das bringt einen manchmal zur Verzweiflung, aber es ist sicher: Wir sind mehr als nur eine kleine Dimension. Wir sind vielfältig. Und wir sind widersprüchlich. Und mit diesem Widerspruch, mit diesen widersprüchlichen Identitäten und diesen widersprüchlichen Bedürfnissen nach Heimat müssen wir nach draußen gehen und uns auseinandersetzen und nicht zurückziehen. Das ist der Preis unserer Freiheit.