sueddeutsche.de: Herr Cohn-Bendit, Nicolas Sarkozy und Ségolène Royal werden sich in einem zweiten Wahlgang treffen. Sarkozy werden die besseren Chancen eingeräumt. Wie sehen Sie das?
Daniel Cohn-Bendit: Beide sind noch weit von einer absoluten Mehrheit entfernt. Entscheidend wird sein, ob Sarkozy und Royal die Stimmen der Mitte, die François Bayrou auf sich vereinigt, für sich werden sichern können. Beide werden sich dafür in die Mitte öffnen müssen und dürfen zugleich die extremen Flügel nicht vernachlässigen. Sarkozy nicht die extreme Rechte und Royal nicht die extreme Linke.