Wenn der tschechische Präsident sich mit Cohn-Bendit anlegt

06. Dezember 2008

Drei Wochen vor Beginn der tschechischen Ratspräsidentschaft haben die Fraktionsvorsitzenden des europäischen Parlaments Prag einen Besuch abgestattet. Nach einem geselligen Abend mit Premier Mirek Topolanek haben die EU-Abgeordneten am Folgetag den weitaus schwierigeren Teil ihres Besuchs bestritten: das Treffen mit dem ultraliberalen, kolerischen und europhoben Präsidenten Vaclav Klaus. 

Artikel auf Französisch zu lesen auf: http://www.lemonde.fr/europe/article/2008/12/06/quand-le-president-tcheque-s-en-prend-a-daniel-cohn-bendit_1127889_3214.html

Dany ist für den "Green Deal" zurück

Erstes Treffen mit Unterzeichnern von "Europe Ecologie" in Nantes

27. November 2008

Am 27. November versammelten sich zum ersten Mal Unterzeichner des neuen französischen Umweltbündnisses "Europe Ecologie". 300 Menschen kamen nach Nantes, um sich mit den dessen Gründern Daniel Cohn-Bendit, Yannick Jadot, Pascal Durand und Hélène Gassin auszutauschen.

Einen Rückblick der Veranstaltung finden Sie hier (auf Französisch): http://mayenne.lesverts.fr/index.php/2008/11/27/234-dany-s-back-pour-le-green-deal

Wir sind alle Israelis und Palästinenser

13. November 2008

Während einer Reise in den Nahen Osten spricht Daniel Cohn-Bendit mit Wortführern aus Israel und Palästina, um sich vor Ort ein Bild der dortigen Lage zu machen. Sowohl auf israelischer als auch auf palästinensischer Seite beklagt er das Fehlen kompromissbereiter Führungspersönlichkeiten. Er fordert Europa, die neue US-Administration und andere Länder dazu auf, endlich ihrer Verantwortung gerecht zu werden und den Nahen Osten aus seinem Wahn zu retten.

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Französische Präsidentschaft setzt sich mit ökologischen Notfällen auseinander

Livestream von der Diskussion aus Paris

Anlässlich der französischen EU Präsidentschaft organisieren die Grünen/FEA eine öffentliche Konferenz in Paris. Schwerpunkte der Konferenz sind Europäische Außenpolitik, das EU Energie/Klima-Package genauso wie Nahrungsmittelsicherheit und GMOs. Die französischen Minister Kouchner und Kosciusko-Morizet repräsentieren die französische Präsidentschaft während der Veranstaltung.

Debatten online auf:  http://greens-efa-service.org/paris2008/   

Mai 68 - Grimaud und Cohn-Bendit - Sie waren sich noch nie begegnet!

01. Mai 2008

Am Donnerstag den 17. April 2008, trafen sich erstmals nach vierzig Jahren zwei herausragende Persönlichkeiten des Mai 1968: Maurice Grimaud, 95, damals Polizeipräfekt von Paris, und Daniel Cohn-Bendit.

Das Interview von François-Guillaume Lorrain ist nur auf französisch verfügbar.

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"Sarkosy muss die Macht der Strasse fürchten"

Daniel Cohn-Bendit im Interview mit dem Spiegel online.

18. Juni 2007
Die französische Linke hat bei den Parlamentswahlen aufgeholt - ist aber längst nicht aus der Krise, sagt der grüne Europapolitiker Daniel Cohn-Bendit. Im SPIEGEL-ONLINE-Interview spricht er über Druck von unten - und die Trennung von Ségolène Royal und François Hollande.

 

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Nein, es ist alles nicht verloren...

Von Daniel Cohn-Bendit, Gabriel Cohn-Bendit, Jean-Yves LE DRIAN, Jean-Pierre MIGNARD, Joël ROMAN

Libération, Rebonds 07. Mai 2007
Heute sind wir traurig; ein grosser Wunsch ist nicht in Erfüllung gegangen. Natürlich respektieren wir die Wahlen und wir hoffen, dass Nicolas Sarkozy, vom Siegestaumel berauscht, davon Abstand nimmt, eine brutale Gesellschaftspolitik einzuführen. Jeder muss aber die Konsequenzen ziehen und seine eigene Verantwortung in der Niederlage wahrhaben; Ségolène Royal darf nicht zum Sündenbock gemacht werden. Sie hat den französischen Sozialisten frischen Wind gebracht: jetzt geht es darum, diese Aufbruchsstimmung weiter zu entwickeln. Wir befürworten weiterhin ein Bündnis der Sozialisten, der Grünen und des neuen Zentrums, wobei die Sozialisten ihre Verbündeten nicht nur als nützliche Vasallen betrachten dürften. Und die Bündnis-Teilhaber aber auch ihrerseits nicht Autonomie mit Verantwortungslosigkeit verwechseln sollten.

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Sarkozys Albtraum

Video-Blog aus dem europäischen Parlament Brüssel

Die letzten Tage der Wahlkampagne in Frankreich werden immer wahnsinniger. Man weiss jetzt, welche Albträume Sarkozy plagen: Mai 68. Mai 68 sei, so Sarkozy, für alles schuld: Zynismus, Amoral, Wahnsinn. Für Sarkozy ist Mai 68  intellektueller und moralischer Relativismus, der die Autorität des Staates und die Idee der Bürger schwächt. Nun darf man sich fragen, warum Sarkozy auf dieser Ebene spielt? Die Antwort ist klar: er mobilisiert die Angst der damaligen Bourgeoisie und will sie heute neu erwecken, um die Wahl zu gewinnen.

Den Leseratten empfehle ich das Buch vom Ökonomen Amartya Sen "Warum es keinen Krieg der Kulturen gibt - Identitätfalle".

"Ségolène Royal muss in der Mitte punkten"

Ségolène Royal kann in Frankreich nur dann Präsidentin werden, wenn sie keinen linken Wahlkampf führt. Die Sozialistin muss in der Mitte punkten, um den knappen Vorsprung des konservativen Nicloas Sarkozy aufzuholen, sagt Europaparlamentarier Daniel

Frankfurter Rundschau 23. April 2007

Frankfurter Rundschau: Sind Sie von dem Ergebnis der Präsidentschaftswahl in Frankreich überrascht?

Daniel Cohn-Bendit: Nein, ich hatte erwartet, dass Royal und Sarkozy in den zweiten Wahlgang kommen. Jetzt gilt: Neues Spiel, neues Glück. Royal hat alle Chancen, wenn sie ihre strategischen Optionen nutzt.

 

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"Royal hat noch alle Chancen"

Daniel Cohn-Bendit, Vize-Chef der Grünen im Europaparlament und in Paris großgeworden, macht den Sozialisten Hoffnung: sie könnten bald Frankreichs erste Präsidentin stellen.

sueddeutsche.de: Herr Cohn-Bendit, Nicolas Sarkozy und Ségolène Royal werden sich in einem zweiten Wahlgang treffen. Sarkozy werden die besseren Chancen eingeräumt. Wie sehen Sie das?

Daniel Cohn-Bendit: Beide sind noch weit von einer absoluten Mehrheit entfernt. Entscheidend wird sein, ob Sarkozy und Royal die Stimmen der Mitte, die François Bayrou auf sich vereinigt, für sich werden sichern können. Beide werden sich dafür in die Mitte öffnen müssen und dürfen zugleich die extremen Flügel nicht vernachlässigen. Sarkozy nicht die extreme Rechte und Royal nicht die extreme Linke.

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